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Warum sollte man sich für ein 1470-nm-Diodenlasergerät zur Krampfaderentfernung entscheiden?

11.06.2025

Ätiologie der Krampfadern
Krampfadern entstehen primär durch eine strukturelle Schwächung der Venenwand im oberflächlichen Venensystem, die zu einer fortschreitenden Erweiterung führt. Diese morphologische Veränderung beeinträchtigt die Funktion der Venenklappen, die unter normalen physiologischen Bedingungen den Rückfluss des Blutes verhindern. Eine Klappeninsuffizienz führt zu einem venösen Reflux, insbesondere im Stehen, wenn die Schwerkraft die abnorme Blutflussdynamik verstärkt.

Der anhaltende Rückfluss erhöht den intraluminalen Druck in den betroffenen Venen und begünstigt so deren weitere Erweiterung, Krümmung und klinische Manifestationen wie Schmerzen, Ödeme, Hautveränderungen und in schweren Fällen Ulzerationen. Chronische Veneninsuffizienz ist häufig mit dieser pathophysiologischen Kaskade verbunden.

Überblick über Endovenöser Laser Behandlung (EVLT)
Die endovenöse Lasertherapie (EVLT) ist ein minimalinvasives, bildgesteuertes Verfahren, das von Gefäßspezialisten zur Behandlung des symptomatischen oberflächlichen Venenrefluxes, insbesondere der Vena saphena magna (VSM) und der Vena saphena parva (VSP), entwickelt wurde.

Unter Ultraschallkontrolle wird eine Laserfaser über einen Katheter in die Zielvene eingeführt. Die abgegebene thermische Energie führt zu Endothelschäden, Gefäßwandfibrose und schließlich zum Gefäßverschluss. Die endovenöse Lasertherapie (EVLT) wird üblicherweise ambulant unter lokaler Tumeszenzanästhesie durchgeführt und dauert 30 bis 60 Minuten.

Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

*Hohe technische Erfolgsquoten (>90 %)
*Reduzierte postoperative Schmerzen und Komplikationen im Vergleich zu traditionellen chirurgischen Verfahren
*Schnelle Genesung und Wiederaufnahme der täglichen Aktivitäten
*Minimale Narbenbildung und verbesserte kosmetische Ergebnisse

Die endovenöse Lasertherapie (EVLT) hat sich aufgrund ihrer Wirksamkeit, ihres Sicherheitsprofils und ihrer Reproduzierbarkeit zu einer Erstlinientherapie bei chronischer Veneninsuffizienz entwickelt.

Begründung für die Verwendung der 1470 nm Wellenlänge
Unter den verschiedenen Laserwellenlängen, die bei der endovenösen Ablation eingesetzt werden, hat sich der 1470-nm-Diodenlaser aufgrund seiner überlegenen optischen Eigenschaften durchgesetzt. Diese Wellenlänge weist einen höheren Absorptionskoeffizienten für Wasser als für Hämoglobin auf, was eine präzisere und kontrollierte Abgabe thermischer Energie an die Venenwand ermöglicht.

EVLT3.jpg

Wirkungsmechanismus:

*Die Laserenergie wird vom perivenösen Gewebe und der intravaskulären Flüssigkeit absorbiert, wodurch Dampfblasen entstehen, die eine ringförmige Erwärmung der Venenwand bewirken.
*Dieser indirekte thermische Effekt minimiert die direkte photothermische Schädigung des Endothels und gewährleistet gleichzeitig eine gleichmäßige Denaturierung des Kollagens und den Verschluss des Lumens.

Klinischer Nutzen:

*Geringerer Gesamtenergiebedarf für eine effektive Ablation
*Verringertes Risiko thermischer Verletzungen angrenzender Strukturen (z. B. Hautnerven, Haut)
*Verringertes Auftreten von Schmerzen, Blutergüssen und Entzündungsreaktionen nach dem Eingriff
*Verbesserter Patientenkomfort und schnellere funktionelle Genesung

Es gibt Belege dafür, dass die Wellenlänge von 1470 nm die Effizienz und Sicherheit des Verfahrens verbessert, ohne die Langzeit-Okklusionsraten zu beeinträchtigen.