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Perkutane Laser-Diskusdekompression (PLDD): Eine minimalinvasive Lösung für Bandscheibenvorfälle

17.06.2026

Die perkutane Laser-Diskusdekompression (PLDD) ist ein minimalinvasives, bildgesteuertes Verfahren zur Behandlung symptomatischer, umschriebener Bandscheibenvorfälle im Lenden- oder Halswirbelsäulenbereich – insbesondere bei Patienten, die auf eine konservative Therapie nicht angesprochen haben, aber eine offene Operation vermeiden möchten.

Bei der PLDD wird eine dünne optische Faser (typischerweise 200–600 µm Durchmesser) unter fluoroskopischer oder CT-Kontrolle durch eine Nadel in den Nucleus pulposus der betroffenen Bandscheibe eingeführt. Nach der Positionierung wird Laserenergie – üblicherweise von einem Diodenlaser mit einer Wellenlänge von 980 nm oder 1470 nmDie Behandlung erfolgt direkt im Bandscheibenkern. Der Laser verdampft eine kleine Menge degenerierten Bandscheibengewebes und Wasser und reduziert so den Druck im Bandscheibengewebe. Durch diese Druckentlastung kann sich der Bandscheibenvorfall etwas zurückziehen, wodurch der Druck auf benachbarte Nervenwurzeln gelindert und somit Schmerzen, Taubheitsgefühle oder radikuläre Symptome reduziert werden.

Wichtigste Vorteile von PLDD:

Minimalinvasiv:Kein Einschnitt – nur eine Nadelpunktion

Nur Lokalanästhesie: Vermeidet die Risiken einer Vollnarkose

Ambulanter Eingriff: Üblicherweise in 20–30 Minuten abgeschlossen

Schnelle Genesung:Die meisten Patienten können innerhalb von 24–48 Stunden wieder leichte Tätigkeiten aufnehmen.

Erhält die Wirbelsäulenanatomie:Keine Entfernung von Knochen oder Bändern

Niedrige Komplikationsrate:Infektionen, Blutungen oder Nervenverletzungen sind äußerst selten.

Ideale Kandidaten:

*Patienten mit umschriebenem Bandscheibenvorfall (ohne Sequesterbildung oder freies Fragment)

*Anhaltende radikuläre Schmerzen (Ischias oder Brachialgie) seit mehr als 6 Wochen

*Konservative Behandlungsmethoden (Physiotherapie, Medikamente) waren erfolglos

*Keine signifikante Instabilität der Wirbelsäule oder Spinalkanalstenose

Überlegungen zur Laserwellenlänge:

*980-nm-Diodenlaser: Starke Hämoglobinabsorption; effektive Ablation mit guter Koagulation

*1470-nm-Diodenlaser: Höhere Wasserabsorption → effizientere Verdampfung mit geringerer thermischer Ausbreitung, wodurch potenziell Entzündungen nach dem Eingriff reduziert werden.

Klinische Ergebnisse:

Mehrere Studien berichten von Erfolgsraten von 70–90 % bei gut ausgewählten Patienten, wobei eine signifikante Schmerzlinderung und funktionelle Verbesserung über 1–2 Jahre oder länger anhalten. PLDDwird insbesondere wegen seiner Rolle bei der Verzögerung oder Vermeidung einer Wirbelsäulenversteifung oder Diskektomie geschätzt.

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